statement . thematik


der mensch im spannungsfeld zwischen allgemeiner erwartungshaltung und selbstverwirklichung. im speziellen die frau in ihrer mittlerweile trotz gesellschaftlicher widersprüche doch der des mannes mehr oder weniger angeglichenen rolle im täglichen schauspiel des daseins: wie sieht sie ihre position, wie findet sie zum gefestigten selbstverständnis als weibliches individuum unter berücksichtigung des zeitlosen naturgegebenen und auch willkommenen unterschieds zur männlichkeit? muss sie das frausein in all ihren spezifischen facetten verdrängen, verleugnen, um (karrieretechnisch) zu bestehen?

die diesbezüglich naturgemäß subjektive reflexion, zuweilen auch unter dem einfluss gesellschaftlicher entwicklungen, von öffentlichen persönlichkeiten (frida kahlo, maria lassnig, politisch und sozial aktive frauen und männer) und des privaten umfelds (familie, freunde, begegnungen im berufsalltag) setzt sich in meiner künstlerischen arbeit fort. nicht die suche nach antworten ist intention, sondern viel mehr das heraussehen, hören, fühlen von zuständen und wandlungsprozessen, meist bezogen auf das einzelne individuum.


auch allgemeine sozialpolitische und wirtschaftliche entwicklungen, tagesgeschehen, eindrücke - und davon meine persönliche sicht der dinge bringe ich im wahrsten sinne des wortes großteils auch über die person (das verfremdete selbstportrait) zum ausdruck, im bedarfsfall mit der notwendigen portion mut zur hässlichkeit.


ein für mich ebenso spannender ansatz ist es, innerhalb einer werkserie aus ein und derselben person (anderen oder mir selbst) unterschiedliche stimmungen und zustände herauszufiltern und in den jeweils beabsichtigten kontext zu (über)setzen:  themenbezogen - wirtschaft/kunst - gesellschaftliches gefüge - zusammenspiel der mächte/mächtigen und ohnmächtigen ... mit hauptaugenmerk auf den einzelnen.


nicht das rein realistisch gemalte abbild/bildnis  ist mein werkzeug, sondern die in farbnuancierung und stil überzeichnete stimmungsrekonstruktion und -aufdeckung, mag sie zeitweise auch laut und schreiend sein.
je nach behandelter thematik setze ich diese teils ergänzend und korrespondierend auch im grafischen und skulpturalen bereich um, lasse mir interdisziplinäre wege der ausdrucksform offen.