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meine vorstellung eines
deja-vu-erlebnisses ist eher von angst einflößendem charakter
als das naiv verträumte wiedererleben bereits vergangener
momente. ich sehe darin die erinnerungstäuschung, die mir in
einer völlig neuen situation ganz unerwartet bereits erfahrenes
aufdrängt und mich erschrocken innehalten lässt: warum jetzt und
warum dieses? muss ich vergleichen zwischen damals und heute?
ist der status quo vielleicht gar nicht so vortrefflich wie
gedacht?
das im jahr 2004 entstandene werk
„bangen“ (malerei in acrylmischtechnik materialmix auf leinwand,
größe 80 x 80 cm) stellt diesen beunruhigenden zustand, dieses
unbehagliche gefühl dar. der fragende blick nach oben sucht nach
antwort und hofft auf mildernde zuversicht, gespendet von noch
unbekannter quelle. |