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Redaktion: Welche Ausbildung haben Sie
genossen und wie gelang Ihnen der Einstieg in die Kunstszene?
Barbara Rapp: Was die künstlerische Ausbildung
betrifft, verlief diese großteils autodidaktisch.
Technikspezifisch ein klein wenig in der Höheren
Bundeslehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik in Villach,
weiters unterstützt durch Bücher, diverse produktive
Künstlertreffen oder auch über direktes Einholen von Ratschlägen
bei dem einen oder anderen erfahreneren Kollegen im jeweils für
mich aktuellen Bereich. Und natürlich durch das konsequente an
mir Arbeiten über die Jahre hinweg, auch zukünftig,
Learning-by-doing sozusagen mit all seinen Vor- und Nachteilen.
In die öffentliche Kunstszene kam ich über Ausstellungen, zu
Beginn organisiert von Lehrern und Wohlmeinenden, später über
Einladung zu diversen Kunstprojekten und Messen. Gemeinsam mit
meinem Partner Marcel Ambrusch habe ich auch schon einige
größere Ausstellungen und Projekte hier in Kärnten selbst
initiiert. Wir freuen uns sehr darüber, dass meine bzw. unsere
Aktivitäten medienseitig gut mitgetragen und publiziert werden,
was natürlich auch ein wichtiges Kriterium in der
Öffentlichkeitsarbeit ist.
Redaktion: Was für eine Art von Kunst
schaffen Sie?
Barbara Rapp:
Die Anfänge waren gegenständlich gemalte und
gezeichnete Bildwerke, später kam ich über die Abstraktion in
Malerei und Zeichnung auch hin zu Skulpturen sowie moderner
Lyrik. Aktuell arbeite ich hauptsächlich bildnerisch und zwar im
Bereich Malerei, Grafik und Druckgrafik, beeinflußt von den
verschiedenen Spielarten des Realismus und Surrealismus.
Thematisch beschäftige ich mich seit einigen Jahren
hauptsächlich mit der Rolle der Frau und zwar nicht nur
gesellschaftspolitisch gesehen sondern auch sehr stark eingehend
auf den Selbstfindungsprozess und das Erleben der eigenen
Weiblichkeit.
Redaktion: Welche waren Ihre ersten
Ausstellungen?
Barbara Rapp:
Meine ersten Ausstellungen fanden im kleinen
Aktionsradius statt, in meiner damaligen Hausbank, oder über ein
Kunstprojekt in der Volksschule meines Wohnortes und
dergleichen. Größere Ausstellungen wären angesichts meiner
damaligen künstlerischen Unreife sehr unklug gewesen und hätte
ich wohl auch keinen diesbezüglichen Zugang gehabt.
Redaktion: Was bedeutet Ihnen Ihre
Kunst?
Barbara Rapp:
Was mir die Kunst bedeutet – diese Frage beantwortet
sich für mich dadurch, dass ich in vergangenen Lebensphasen nach
meiner Jugendzeit mit nicht unbedingt darauf ausgerichtetem
Umfeld dachte, darauf verzichten zu können. Erst als meine
private Situation es mir wieder erlaubte, mich intensiv mit
Kunst in all ihren Facetten zu beschäftigen, wurde mir klar, wie
sehr ich eigentlich unter dem Entzug gelitten habe.
Redaktion: Wo haben Sie schon überall
ausgestellt?
Barbara Rapp:
Meine Werke waren schon vielerorts zu Besuch, neben
Galerien und musealen Einrichtungen auch in Banken,
Geschäftsräumen und Schulen sowie Restaurants und Hotels.
Weiters wurden meine Arbeiten in Kunstmärkten, bei
Open-Air-Ausstellungen und natürlich auch online im WorldWideWeb
im Rahmen verschiedener Kunstprojekte präsentiert.
Bisher habe ich Kärntenweit ausgestellt, daneben ging es von
Wien nach Deutschland (Bochum, Leipzig, Frankfurt) und über
Projektteilnahmen auch etwas weiter weg, wie zB nach
Liechtenstein, Kirgistan, Indien und Nevada (USA).
Redaktion: Welche Ziele haben Sie noch
vor sich?
Barbara Rapp:
Ich stecke mir lieber wenige kleine Ziele, deren
Erreichbarkeit nicht zu schwierig erscheint. Künstlerisch will
ich mich natürlich auch zukünftig weiterentwickeln, technisch
sowie inhaltlich, was jedoch mit den kommenden Jahren
zwangsläufig ohnehin passieren wird. Dann arbeite ich eben
daran, mittelfristig entsprechende Partner zu finden, die mit
meiner Kunst „draußen” arbeiten, damit ich „drinnen” mehr
Freiraum habe. Hier bin ich schon ein schönes Stück weit
gekommen.
Ach ja, da gibt es natürlich auch die ganz großen Ziele,
eigentlich sind es eher Wünsche, zum Beispiel weiterhin gesund
und glücklich zu bleiben, meine Lieben noch sehr lange bei mir
haben zu dürfen, weitere Möglichkeiten zu finden, das Geschehen
um mich herum bis hinaus in die Welt positiv beeinflussen zu
können. Und noch einige mehr. Ganz ohne Ziel, wie klein dieses
auch sein mag, durch das Leben zu tingeln, liegt mir jedenfalls
nicht (mehr), da würde ich mich wohl etwas verloren fühlen. |