in den medien
übersicht

 

  interview mit barbara rapp im

kulturmagazin kärnten

 

 17. september 2008 . sandra inzko

   Kulturchannel Magazin


 

 

Im folgenden Interview erzählt Barbara Rapp von ihrem Weg zu den verschiedenen Spielarten der Kunst.


Redaktion:
Welche Ausbildung haben Sie genossen und wie gelang Ihnen der Einstieg in die Kunstszene?

 

Barbara Rapp: Was die künstlerische Ausbildung betrifft, verlief diese großteils autodidaktisch. Technikspezifisch ein klein wenig in der Höheren Bundeslehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik in Villach, weiters unterstützt durch Bücher, diverse produktive Künstlertreffen oder auch über direktes Einholen von Ratschlägen bei dem einen oder anderen erfahreneren Kollegen im jeweils für mich aktuellen Bereich. Und natürlich durch das konsequente an mir Arbeiten über die Jahre hinweg, auch zukünftig, Learning-by-doing sozusagen mit all seinen Vor- und Nachteilen.
In die öffentliche Kunstszene kam ich über Ausstellungen, zu Beginn organisiert von Lehrern und Wohlmeinenden, später über Einladung zu diversen Kunstprojekten und Messen. Gemeinsam mit meinem Partner Marcel Ambrusch habe ich auch schon einige größere Ausstellungen und Projekte hier in Kärnten selbst initiiert. Wir freuen uns sehr darüber, dass meine bzw. unsere Aktivitäten medienseitig gut mitgetragen und publiziert werden, was natürlich auch ein wichtiges Kriterium in der Öffentlichkeitsarbeit ist.

 

Redaktion: Was für eine Art von Kunst schaffen Sie?

 

Barbara Rapp: Die Anfänge waren gegenständlich gemalte und gezeichnete Bildwerke, später kam ich über die Abstraktion in Malerei und Zeichnung auch hin zu Skulpturen sowie moderner Lyrik. Aktuell arbeite ich hauptsächlich bildnerisch und zwar im Bereich Malerei, Grafik und Druckgrafik, beeinflußt von den verschiedenen Spielarten des Realismus und Surrealismus.
Thematisch beschäftige ich mich seit einigen Jahren hauptsächlich mit der Rolle der Frau und zwar nicht nur gesellschaftspolitisch gesehen sondern auch sehr stark eingehend auf den Selbstfindungsprozess und das Erleben der eigenen Weiblichkeit.

 

Redaktion: Welche waren Ihre ersten Ausstellungen?

 

Barbara Rapp: Meine ersten Ausstellungen fanden im kleinen Aktionsradius statt, in meiner damaligen Hausbank, oder über ein Kunstprojekt in der Volksschule meines Wohnortes und dergleichen. Größere Ausstellungen wären angesichts meiner damaligen künstlerischen Unreife sehr unklug gewesen und hätte ich wohl auch keinen diesbezüglichen Zugang gehabt.

 

Redaktion: Was bedeutet Ihnen Ihre Kunst?

 

Barbara Rapp: Was mir die Kunst bedeutet – diese Frage beantwortet sich für mich dadurch, dass ich in vergangenen Lebensphasen nach meiner Jugendzeit mit nicht unbedingt darauf ausgerichtetem Umfeld dachte, darauf verzichten zu können. Erst als meine private Situation es mir wieder erlaubte, mich intensiv mit Kunst in all ihren Facetten zu beschäftigen, wurde mir klar, wie sehr ich eigentlich unter dem Entzug gelitten habe.

 

Redaktion: Wo haben Sie schon überall ausgestellt?

 

Barbara Rapp: Meine Werke waren schon vielerorts zu Besuch, neben Galerien und musealen Einrichtungen auch in Banken, Geschäftsräumen und Schulen sowie Restaurants und Hotels. Weiters wurden meine Arbeiten in Kunstmärkten, bei Open-Air-Ausstellungen und natürlich auch online im WorldWideWeb im Rahmen verschiedener Kunstprojekte präsentiert.
Bisher habe ich Kärntenweit ausgestellt, daneben ging es von Wien nach Deutschland (Bochum, Leipzig, Frankfurt) und über Projektteilnahmen auch etwas weiter weg, wie zB nach Liechtenstein, Kirgistan, Indien und Nevada (USA).

 

Redaktion: Welche Ziele haben Sie noch vor sich?

 

Barbara Rapp: Ich stecke mir lieber wenige kleine Ziele, deren Erreichbarkeit nicht zu schwierig erscheint. Künstlerisch will ich mich natürlich auch zukünftig weiterentwickeln, technisch sowie inhaltlich, was jedoch mit den kommenden Jahren zwangsläufig ohnehin passieren wird. Dann arbeite ich eben daran, mittelfristig entsprechende Partner zu finden, die mit meiner Kunst „draußen” arbeiten, damit ich „drinnen” mehr Freiraum habe. Hier bin ich schon ein schönes Stück weit gekommen.
Ach ja, da gibt es natürlich auch die ganz großen Ziele, eigentlich sind es eher Wünsche, zum Beispiel weiterhin gesund und glücklich zu bleiben, meine Lieben noch sehr lange bei mir haben zu dürfen, weitere Möglichkeiten zu finden, das Geschehen um mich herum bis hinaus in die Welt positiv beeinflussen zu können. Und noch einige mehr. Ganz ohne Ziel, wie klein dieses auch sein mag, durch das Leben zu tingeln, liegt mir jedenfalls nicht (mehr), da würde ich mich wohl etwas verloren fühlen.